Regenmesser bringen Überraschungen
Obwohl es nicht zum ursprünglichen Plan der Forscher gehörte, haben sie Regenmesser zur Messung des Niederschlags eingesetzt, was einige überraschende Daten lieferte.
Michelle kommentiert: "Wir wollten eigentlich nur die Datenbank von San Francisco verwenden, aber wegen des Nebels war es notwendig, die Regenmesser einzusetzen. Der Nebel brachte eine Menge Niederschlag mit sich, der nicht in Form von Regentropfen fiel. Da er auf den Blättern kondensierte, lieferte er einen beträchtlichen Teil des Wassers im Haushalt, und das war für mich überraschend. Der Regenmesser hat das Kondensat auf dem Trichter des Instruments aufgefangen, so dass wir sehen konnten, dass eine bestimmte Menge Wasser hereinkam, die normalerweise in vielen Studien vernachlässigt wird."
Zukünftige El Niño-Niederschläge
Michelle hat auch einige wirklich interessante Ergebnisse zu El Niño und La Niña gefunden. Sie sagt: "Ich habe eine historische Analyse durchgeführt, um Basiswerte für die Häufigkeit, Intensität und Dauer von Niederschlagsereignissen während El Niño und La Niña Jahren zu ermitteln. Dann habe ich die prognostizierten Klimadaten durch ein Hydrus-2D-Modell laufen lassen. Die Modelle zeigten, dass bei zukünftigen El Niño-Intensitäten die Anreicherungsraten für ein bestimmtes Niederschlagsereignis effektiv höher waren. Bei diesen Ereignissen fließt das Wasser in typischen städtischen Gebieten so schnell ab, dass nur diese Regengärten und Gräben in der Lage wären, den Regen aufzufangen, der andernfalls an den Ozean verloren gehen würde. Dies steht im Gegensatz zu einem La-Niña-Klimaszenario, bei dem es in der Regel weniger Regen gibt, der zudem noch diffuser ist. Der größte Teil des Regens kann in trockenen Jahren durch Verdunstung verloren gehen. Mit Hilfe von Sensoren und 2D-Modellen haben wir also die Hypothese bestätigt, dass LID-Strukturen einen Service für die Speicherung von Wasser bieten, insbesondere in El-Niño-Jahren, in denen es mehr intensive Regenfälle gibt."
Michelles Forschungsergebnisse wurden in der Online-Presse und auch im AGU EOS Editor's Spotlight vorgestellt. Ihre Ergebnisse sind in der Zeitschrift Water Resources Research veröffentlicht.
Laden Sie den "Leitfaden für Forscher zum Thema Wasserpotenzial" herunter